Mithilfe von Ott Messbojen und dem Ott netDL Datenlogger untersuchten Forscher die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Seen in Bayern.
Mithilfe von Ott Messbojen und dem Ott netDL Datenlogger untersuchten Forscher die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Seen in Bayern.
In tiefen Seen bildet sich im Sommer eine ausgeprägte Temperaturschichtung: Während sich das Wasser an der Oberfläche erwärmt, bleiben die tieferen Wasserschichten kalt. Diese Temperaturschichtung hat einen erheblichen Einfluss auf den Nährstoffhaushalt und die biologischen Lebensräume im See. Durch die infolge des Klimawandels allgemein steigenden Lufttemperaturen verändern sich sowohl die Temperaturverhältnisse als auch der Nährstoffhaushalt und damit die Lebensbedingungen für die Ökosysteme der Seen.
Das Bayerische Landesamt für Umwelt arbeitete gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim (WWA Weilheim) und Ott zusammen, um ein Messprojekt zur kontinuierlichen Überwachung der Wassertemperaturprofile im bayerischen Ammersee umzusetzen. Ott war dabei für die Detailplanung und die Integration des Messsystems verantwortlich.
Da zu diesem Zeitpunkt kaum langjährig erprobte Verfahren zur bojenbasierten Erfassung von Temperaturprofilen zur Verfügung standen, mussten neue technische Lösungen entwickelt werden, um die Anforderungen des Projekts zu erfüllen. Mit erheblichem technischem Aufwand wurde am tiefsten Punkt des Ammersees bei einer Wassertiefe von 81 Metern eine Messboje installiert. Die Boje ist mit drei Betongewichten von jeweils 750 Kilogramm sicher verankert.
Eine unterhalb der Boje installierte Messkette erfasst kontinuierlich die Wassertemperatur in 16 verschiedenen Tiefen und liefert so ein detailliertes vertikales Temperaturprofil des Sees. Zusätzlich misst eine kompakte Wetterstation auf der Boje verschiedene meteorologische Parameter. Diese atmosphärischen Daten unterstützen die Interpretation und Analyse der mit dem Messsystem erfassten Wassertemperaturdaten.