Die Überwachung der Leitfähigkeit von Grund- und Oberflächenwasser ist eine wesentliche Aufgabe zur Gewährleistung der Qualität und Sicherheit unserer Wasserressourcen. Die kontinuierliche Überwachung der Leitfähigkeit kann dabei helfen, langfristige Trends und saisonale Schwankungen der Wasserqualität zu erkennen, anhand derer sich Veränderungen der Wasserverfügbarkeit und -qualität im Laufe der Zeit vorhersagen lassen. Dies kann zur Entwicklung wirksamer Bewirtschaftungsstrategien beitragen, um die Nachhaltigkeit unserer Wasserressourcen zu gewährleisten.
Die Wasserleitfähigkeit ist ein Maß dafür, wie gut eine Wasserprobe elektrischen Strom leiten kann, und wird in Siemens pro Meter (S/m) gemessen. Sie ist ein wichtiger Wasserqualitätsparameter, der Aufschluss über das Vorhandensein und die Konzentration verschiedener Ionen im Wasser geben kann.
| Lösung | Leitfähigkeit |
|---|---|
| Entionisiertes Wasser | 0,05 μS/cm bei 25 °C |
| Typisches Trinkwasser | 200–800 μS/cm |
| Meerwasser | 50.000 µS/cm oder 50 mS/cm |
Es gibt verschiedene Methoden zur Messung der Leitfähigkeit in Oberflächen- und Grundwasser, die von Stichprobenentnahmen bis hin zu hochentwickelten Systemen reichen. Zu den am häufigsten verwendeten Methoden gehören:
Durch die Erfassung und Analyse von Daten zur Wasserleitfähigkeit können Wissenschaftler, Ingenieure und Ressourcenmanager Wasser besser verstehen und bewirtschaften. Daten zur Leitfähigkeit können zur Beurteilung der Wasserqualität für Trinkwasser und Bewässerung herangezogen werden, um:
Leitfähigkeitsdaten sind von grundlegender Bedeutung für die daraus abgeleiteten Wasserqualitätsparameter „Gesamtgehalt an gelösten Feststoffen“ (TDS) und „Salzgehalt“. Durch Leitfähigkeitsmessungen gewinnen wir weitere Einblicke in die einzigartige chemische Dynamik eines Wassersystems. Die kontinuierliche Überwachung der TDS- und Salzgehaltswerte in Grund- und Oberflächenwasser erfolgt für vielfältige Anwendungszwecke.
Mit steigendem TDS- und Salzgehaltswert in einem System nimmt auch die Leitfähigkeit zu, da Verbindungen wie gelöstes Salz (NaCl) elektrischen Strom leiten. Salzwasserintrusion ist ein häufiger Vorgang, der die Wasserqualität in Süßwasser-Grundwassersystemen verändern kann. Die Salzwasserintrusion wird beeinflusst durch:
Oberflächenabfluss kann die Grundwasserqualität erheblich beeinträchtigen. Schadstoffe wie Düngemittel, Pestizide und andere Chemikalien, beispielsweise Streusalz, können in Oberflächengewässer gelangen und schließlich ins Grundwasser eindringen, was zu einer Verschmutzung der Grundwasserleiter führt. Die Überwachung der Leitfähigkeit von Oberflächengewässern kann dabei helfen, potenzielle Verschmutzungsquellen zu identifizieren.
Funktionen zur Leitfähigkeitsmessung sind nun mit dem OTT ecoLog 1000 verfügbar, einer All-in-One-Lösung für Wasserstandsmessung und Telemetrie.