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Abflussmessung an Hochwassermeldepegel – Freiberger Mulde

Durch Wasserkraftwerke oberhalb und unterhalb der Messstation an der Zschopau, die den Wasserstand beeinflussen, war es hier stets problematisch, vergleichende Abflussmessungen durchzuführen.

Hier können Sie die Projektbeschreibung als pdf-Datei herunterladen.

 

 

 

Abflussmessung Durchfluss Side Looking Dopplersystem OTT SLD

OTT SLD

Doppler-System für die stationäre Abflussmessung

Das energieeffiziente Doppler-System OTT SLD liefert selbst bei Hochwasser und hohen Schwebstofffrachten zuverlässige Abflusswerte. Ein Schiffsfilter und die Analyse der Echosignalstärken sorgen zusätzlich für plausible Daten.

  • Fest installiert
  • Ultraschall
  • Fließgeschwindigkeit, optional Wasserstand
  • Horizontales Ultraschall-Doppler-Gerät für kontinuierliche Durchflussmessung in Flüssen und Kanälen. Durchflussberechnung nach der Geschwindigkeits-Index-Methode. Integrierter Schiffsfilter, Modbus-Schnittstelle für Prozessleitsysteme
  • ±10 m/s
  • ±1 % vom Messwert ±0,5 cm/s

OTT SLD & OTT LogoSens 2 – Stationäre Abflussmessung Pegel Kriebstein

Der Pegel Kriebstein UP wurde 1932 als Unterpegel der gleichnamigen Talsperre an der Zschopau errichtet. Als Hochwassermeldepegel und Hydrometrischer Basispegel mit einem Einzugsgebiet von 1754 km² hat die zuverlässige Datengewinnung am Pegel große Bedeutung für die Wasserbilanzen der Freiberger und im Weiteren der Vereinigten Mulde.

Ein Problem des Pegels war stets die Ermittlung der Durchflüsse im Hochwasserbereich. Während es für untere und mittlere Durchflüsse gut mit Messungen belegte Wasserstands-Durchfluss-Beziehungen gab, waren im HW-Bereich vergleichende Durchflussmessungen nur schwer zu realisieren, zumal sich sowohl oberhalb, als auch unterhalb des Pegels Wasserkraftanlagen befinden, die mit ihrem Steuerungsverhalten Einfluss auf die Wasserstände haben.

In den Jahren 2010/2011 wurde der Pegel umfassend rekonstruiert und man entschied sich für den Einbau einer kontinuierlichen Durchflussmesseinrichtung. Zur Erstkalibrierung und zur Standortplanung wurde ein Modell gerechnet. Entsprechend den dabei ausgesprochenen Empfehlungen, wurde die Anlage als 2-Ebenen-Anlage ausgebaut. Die Ausrüstung erfolgte 2011 mit 2 OTT SLD mit 600 KHz und 1 MHz, betrieben über einen Datenlogger OTT LogoSens 2 mit Datenabruf als 15-Minuten-Mittelwert über Festnetz. Ein kleiner Pufferakku soll kurzzeitige Spannungsausfälle überbrücken.

Das erste nach dem Umbau erfasste Hochwasser bestätigte die hohen Erwartungen, die in die Anlage gesetzt worden waren. Es wurden 2 Durchflussganglinien aufgezeichnet, eine entsprechend der im vorab gerechneten hydraulischen Modell ermittelten Kalibrierung, die zweite nach einer vorerst provisorischen Kalibrierung unter Einbeziehung von Profil und bis dato vorhandenen Messungen.
Eine über einen Längsschnittvergleich ermittelte dritte Ganglinie brachte zwei Erkenntnisse:

  • Die theoretisch aufgestellte Wasserstands-Durchfluss-Beziehung trifft im oberen Bereich nicht zu.
  • Die Ganglinien der beiden Kalibrierungen nähern sich im HW-Bereich an, im Mittelwasserbereich liefert die Modell-Kalibrierung jedoch keine zutreffenden Werte. Hier schlagen die Ungenauigkeiten in der Aufstellung des Geländemodells mit größeren absoluten Abweichungen zu Buche.
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